Wirtschaftsdaten
Die kanarische Wirtschaft ist gekennzeichnet durch ihre starke Abhängigkeit vom Dienstleistungssektor, der über 80% des Bruttoinlandsprodukts der Inseln ausmacht und sich vor allem auf die Tourismusbranche und den Handel konzentriert.
Das auf den Inseln bestehende touristische Angebot ist von höchster Qualität. Ihre geografische Lage und ihr beneidenswertes Klima mit Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad Celsius, das als "das beste der Welt" bezeichnet wird, sowie ihre Landschaften und die Qualität der hier anzutreffenden Einrichtungen haben die Inseln zu einem beliebten Reiseziel der Europäer gemacht. Im Jahr 2006 besuchten über 10 Millionen Touristen die Kanaren.
Der Beitrag der Landwirtschaft zum kanarischen Bruttoinlandsprodukt konzentriert sich vor allem auf den Anbau von Bananen, die Kanaren sind der wichtigste europäische Produzent dieser Frucht mit den größten Anbauplantagen Europas. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Tomaten und Blumen, sowie Kartoffeln und Wein.
Der Fischfang hat eine bedeutende Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Archipels gespielt. Die kanarischen Häfen zählen zu den wichtigsten des Mittleren Atlantiks und befinden sich inmitten der Fischgründe zwischen der Sahara und den Kanaren. Die zuvor genannten landwirtschaftlichen Produkte und der Fischfang machen den Großteil der Exporte der Inseln aus.
Die industrielle Produktion konzentriert sich auf die Energie- und Wasserwirtschaft, Lebensmittel-, Tabak- und andere Leichtindustrien sowie die Bauwirtschaft.
Da die Inseln Teil der Europäischen Union sind, geht der überwiegende Teil der Exporte in die Mitgliedsländer der Gemeinschaft. In den letzten Jahren haben allerdings auch die Exporte nach Afrika und Asien zugenommen. Die Handelspolitik der Kanarischen Regierung ist vor allem auf eine Verbesserung der Präsenz auf den Märkten Westafrikas ausgerichtet.